GRIT – der unsichtbare Feind

GRIT - the unseen enemy

Grit ist bei Greyhounds, die in städtischen Gebieten leben und auf befestigten Wegen laufen, sehr häufig.

Dr. Bec Goode von der Tierklinik Port Phillip berichtet, dass sie wöchentlich mehr Fälle von Gritsen als von Hühneraugen behandeln. Diese sind für den Hund äußerst schmerzhaft und bei vielen Greyhounds schwer zu behandeln. Vorbeugen ist daher deutlich besser als Heilen.

Warum Greyhounds?

Grit ist ein häufiges Problem bei Greyhounds im Ruhestand, die deshalb oft in Tierarztpraxen vorgestellt werden. Grund dafür sind ihre weichen Ballen. Durch das dünne Ballengewebe und den Mangel an Fettgewebe sind sie anfällig für das Eindringen von Fremdkörpern. Hunny wurde kürzlich wegen Verdachts auf Grit in den Pfoten vorgestellt, zusätzlich zu ihrer laufenden Behandlung gegen Hühneraugen. Glücklicherweise lag der Grit bei Hunny nur oberflächlich und konnte mit einer Nadelspitze entfernt werden.

Auf diesem Röntgenbild von Hunnys Pfote kann man sehen, dass der Sand (eingekreist) winzig ist, aber ausreicht, um bei ihr Lahmheit zu verursachen.

Woran erkennt man, ob sich Sandkörner in der Pfote des Greyhounds festgesetzt haben?

Sie werden wahrscheinlich bemerken, dass Ihr Greyhound lahmt, humpelt oder einen anderen Fuß schont. Bei genauerem Hinsehen erkennen Sie möglicherweise Ballenverletzungen wie kleine Wunden oder Löcher. Üben Sie leichten Druck aus, zeigt Ihr Greyhound möglicherweise deutliche Schmerzen. Die einzige zuverlässige Methode, um eine Ballenverletzung festzustellen, ist eine Röntgenaufnahme des Fußes aus zwei Perspektiven.

Diese drei Röntgenbilder veranschaulichen, wie manche Sandkörner groß und einzeln sein können, während andere aus vielen kleinen Fragmenten bestehen, deren Entfernung zeitaufwändig und kompliziert ist.

Wie wird es behandelt?

Der Grit muss diagnostiziert und operativ entfernt werden. Dies geschieht häufig unter örtlicher Betäubung und Sedierung, in extremen Fällen auch unter Vollnarkose. Das klingt zunächst einfach, ist aber sehr heikel und kann zu erheblichen Schäden an den Strukturen des Ballens, postoperativen Infektionen und – wenn die Pfote nicht lange genug geschont wird – zu weiterem Grit in der Wunde führen. Dr. Bec beschreibt es als „die Suche nach der Nadel im Heuhaufen“.

In frühen Stadien, in denen der Sand sichtbar ist, können Umschläge wirksam sein. Zur Sicherheit wird jedoch eine Röntgenuntersuchung empfohlen, um sicherzustellen, dass kein tieferliegendes Problem vorliegt.

Greyhounds werden nach einer Operation in der Regel wochenlang mit Antibiotika, Schmerzmitteln und Verbandswechseln behandelt. Bei chronischen Problemen wird manchmal eine Beugesehnen-Tenotomie oder sogar eine Zehenamputation empfohlen. Man sieht also, wie ernst die Lage ist; alles wegen eines winzigen, kaum sichtbaren Sandkorns.

Gibt es eine Präventionsmöglichkeit?

Vorbeugen ist immer besser als Heilen. Dr. Bec empfiehlt Hundeschuhe für weich gepolsterte Greyhounds, die Pfoten nach jedem Spaziergang zu reinigen und auf neuen Untergründen besonders aufmerksam zu sein.

Begründung, Röntgenaufnahmen, Behandlung und Beratung wurden freundlicherweise von Dr. Rebecca Goode, Tierklinik Port Phillip, zur Verfügung gestellt.